Warum bauen Hunde Nester? Ursachen & Bedeutung

Warum bauen Hunde Nester

Warum bauen Hunde Nester Es ist niedlich, wenn dein Hund sich in Decken einkuschelt – besonders an kalten Winterabenden. Doch hinter dem Nestverhalten kann mehr stecken: Von harmloser Gemütlichkeit bis hin zu Anzeichen für eine Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit ist alles möglich.

Wenn du dich fragst, warum Hunde Nester bauen, lies weiter – wir erklären dir die möglichen Ursachen und wann du aufmerksam werden solltest.

Warum bauen Hunde Nester

Nestbau als normales Verhalten

Viele Hunde bauen sich Nester, weil es einfach bequem ist. Ob Windhund, der sich unter Decken vergräbt, oder Husky, der sich eine Mulde in der Erde scharrt – das Verhalten ist meist instinktiv.

Besonders Rüden oder kastrierte Hündinnen zeigen dieses Verhalten oft aus Gewohnheit oder zur Entspannung. Manche Hunde richten täglich ihr Körbchen neu ein – ganz normal!

Doch wenn dein Hund plötzlich übertrieben gräbt, Decken zerreißt oder ungewöhnlich anhänglich wird, lohnt sich ein genauer Blick.

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Dein Hund ist trächtig

Wenn deine Hündin nicht kastriert ist, kann Nestbau auf eine tatsächliche Trächtigkeit hinweisen. Viele Hündinnen beginnen instinktiv, sich auf die Geburt vorzubereiten – auch wenn du gar nicht bemerkt hast, dass sie läufig war.

Typische Anzeichen:

  • Nestbau in ruhigen Ecken (z. B. Kleiderschrank)
  • Anhänglichkeit oder Rückzug
  • Leicht geschwollene Zitzen

Tipp: Lass deine Hündin von einem Tierarzt untersuchen, wenn du unsicher bist. So kannst du frühzeitig für die richtige Versorgung sorgen.

Scheinträchtigkeit (Pseudogravidität)

Auch wenn dein Hund nicht trächtig ist, kann sie glauben, dass sie es ist. Diese Scheinträchtigkeit tritt meist 4–9 Wochen nach der Läufigkeit auf und betrifft vor allem intakte Hündinnen, aber gelegentlich auch kastrierte.

Typische Anzeichen:

  • Nestbauverhalten
  • Sammeln von Stofftieren oder Spielzeug
  • Übermäßiges Putzen
  • Appetitverlust oder Erbrechen
  • Aggressives Verteidigen des „Nestes“

Oft reguliert sich das Verhalten von selbst. In schweren Fällen kann der Tierarzt Medikamente verschreiben.

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Warum bauen Hunde Nester

Krankhafte Ursachen

Bestimmte Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion oder Leberstörungen können den Hormonhaushalt beeinflussen – und so auch zu Scheinträchtigkeit und Nestbau führen.

Auch Stress, Schmerzen oder Angst können zwanghaftes Nestverhalten auslösen. Achte auf zusätzliche Anzeichen wie Unruhe, Verweigerung von Futter oder übermäßiges Kratzen.

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 um zu wissen, wo du deinen Hund am liebsten berühren solltest. HUNDE LEBEN.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Nestbauverhalten bei Hunden

Warum drehen sich Hunde im Kreis, bevor sie sich hinlegen?

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Dieses Verhalten ist ein tief verwurzelter Urinstinkt, den Hunde von ihren Vorfahren, den Wölfen, geerbt haben. Durch das Kreisen wurde in der freien Natur hohes Gras niedergetreten, um eine ebene und bequeme Liegefläche zu schaffen. Gleichzeitig diente es dazu, potenzielle Gefahren wie Schlangen oder Insekten aus dem Schlafplatz zu vertreiben.

Warum kratzen Hunde an ihrem Hundebett oder auf dem Boden?

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Das Scharren und Kratzen erfüllt zwei Hauptzwecke: Zum einen markieren Hunde dadurch ihr Territorium, da sie über Drüsen an den Pfoten ihren individuellen Geruch hinterlassen. Zum anderen dient es der physischen Anpassung des Schlafplatzes, um eine gemütliche Mulde zu formen, die dem Hund Sicherheit und Halt gibt.

Kann Nestbau ein Anzeichen für Stress sein?

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Ja, in manchen Fällen nutzen Hunde das Nestbauen als Strategie zur Stressbewältigung. Wenn ein Hund unsicher ist oder Angst hat, versucht er, sich durch intensives Scharren und Zurechtrücken seines Platzes einen Rückzugsort zu schaffen, der ihm maximale Geborgenheit bietet. Wenn das Verhalten jedoch zwanghaft wirkt, sollte man nach den Ursachen für den Stress suchen.

Welche Rolle spielt die Temperatur beim Nestbauverhalten?

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Das Nestbauen dient auch der Thermoregulation. Im Winter scharren Hunde ihre Decken zusammen, um die Körperwärme besser zu speichern und sich vor Kälte zu schützen. Im Sommer hingegen versuchen sie oft, durch Scharren auf kühleren Oberflächen (wie Fliesen oder Erde im Garten) eine kühlere Liegefläche freizulegen.

Warum zeigen besonders Hündinnen oft ein verstärktes Nestbauverhalten?

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Bei Hündinnen ist dieses Verhalten oft hormonell bedingt. Kurz vor einer Geburt beginnen sie instinktiv, einen sicheren und warmen Platz für ihre Welpen vorzubereiten. Aber auch bei einer Scheinträchtigkeit kann dieser Trieb sehr stark ausgeprägt sein, da der Körper der Hündin glaubt, dass bald Nachwuchs kommt, für den ein „Nest“ benötigt wird.